Angebote für Solaranlagen
  • kostenlose Angebote
  • regionale Betriebe
  • 100 % unverbindlich
Jetzt Fachbetriebe in der Nähe finden.

PV-Anlage anmelden: So funktioniert es Schritt für Schritt

Von Nina Grimmeiß
Planungsumgebung PV-Anlage
Wie melde ich eigentlich meine PV-Anlage an? Energieheld klärt auf! | © freepik / freepik.com

Wer eine Photovoltaikanlage installiert, muss sie bei mehreren Stellen anmelden. Dazu gehören der Netzbetreiber, die Bundesnetzagentur und das Finanzamt.

Aber welche Fristen gelten für das Anmelden einer Solaranlage? Welche Formulare sind nötig? Und welche Konsequenzen drohen bei einer vergessenen Anmeldung?

Unsere Experten von Energieheld erklären Ihnen, wie Sie Ihre PV-Anlage anmelden, welche steuerlichen Vorteile Sie nutzen können und wie Sie mögliche Fehler vermeiden.

Inhalt


    Das Wichtigste im Überblick

    Netzbetreiber: Anmeldung vor Inbetriebnahme notwendig

    Bundesnetzagentur: Registrierung im Marktstammdatenregister innerhalb eines Monats

    Finanzamt: Meldepflicht bei gewerblicher Nutzung oder Steuervergünstigungen

    Kosten: Anmeldung meist kostenlos, evtl. Installateur-Gebühren

    Fristen: Unterschiedlich je nach Anmeldestelle, Strafen bei Verzögerungen möglich


    Warum ist die Anmeldung einer PV-Anlage Pflicht?

    Luftaufnahme eines Privathauses mit PV-Anlage auf dem Dach
    Die Anmeldung der PV-Anlage ist Pflicht | © wirestock / freepik.com

    Die Anmeldung einer PV-Anlage ist gesetzlich vorgeschrieben und dient mehreren Zwecken. Vor allem dient die Anmeldung dazu, den Stromnetzbetreibern, Behörden und dem Finanzamt einen Überblick über neue Photovoltaikanlagen zu geben.

    Einerseits sorgt sie dafür, dass die Netzbetreiber den erzeugten Solarstrom korrekt erfassen und einspeisen können. Ohne diese Anmeldung kann die Einspeisevergütung nicht ausgezahlt werden.

    Andererseits trägt das Anmelden der PV-Anlage bei der Bundesnetzagentur, also die Registrierung im Marktstammdatenregister, dazu bei, einen Überblick über die in Deutschland installierte Leistung erneuerbarer Energien zu erhalten. Diese Daten sind wichtig für die Netzstabilität und die Planung zukünftiger Energieversorgung.

    Auch steuerlich kann die Anmeldung Vorteile bringen. Viele Betreiber kleiner Anlagen profitieren von Steuervergünstigungen, die ohne offizielle Anmeldung nicht genutzt werden können.

    Was passiert, wenn ich meine PV-Anlage nicht anmelde?

    Wer seine Anlage nicht anmeldet, riskiert nicht nur eine Geldstrafe von bis zu 50.000 Euro, sondern kann auch seinen Anspruch auf die Einspeisevergütung verlieren und so langfristig finanzielle Nachteile haben.


    Bild: Energieheld-Tipps

    Beim Anmelden von Balkonkraftwerken gelten teilweise andere Regelungen. Hier muss zwar auch eine Anmeldung im Marktstammdatenregister erfolgen, die Anmeldung beim Netzbetreiber entfällt aber.


    Anmeldung beim Netzbetreiber: Das müssen Sie wissen

    Laut Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) muss jede PV-Anlage beim Netzbetreiber gemeldet werden. Das ist das Unternehmen, das für die regionale Verteilung des Stroms zum Verbraucher zuständig ist. Das können etwa die örtlichen Stadtwerke sein.

    Wer Ihr zuständiger Netzbetreiber ist, erkennen Sie auf Ihrer Jahresstromrechnung. Darauf steht entweder ein Name oder ein 13-stelliger Code, mit dem Sie im Marktstammregister der Bundesnetzagentur Ihren Netzbetreiber finden.

    Ohne die Anmeldung beim Netzbetreiber darf die Anlage nicht ans Netz angeschlossen werden. So wird sichergestellt, dass Ihre Anlage korrekt ins Stromnetz integriert wird. Nur mit einer Anmeldung können Sie eine Einspeisevergütung erhalten.

    Wie läuft die Anmeldung beim Netzbetreiber ab?

    In der Regel übernimmt der beauftragte Elektroinstallateur diesen Prozess. Eine PV-Anlage ohne Elektriker anmelden geht in der Regel nicht. Er reicht die notwendigen Unterlagen beim zuständigen Netzbetreiber ein, darunter das Inbetriebsetzungsprotokoll, das Datenblatt der PV-Anlage und eine Bestätigung über die fachgerechte Installation.

    Gut zu wissen: Nicht jeder Elektriker kann eine PV-Anlage anmelden. Der Fachbetrieb muss im Installateursverzeichnis des zuständigen Netzbetreibers eingetragen sein.

    Erhalten Sie innerhalb von einem Monat keine Rückmeldung von Ihrem Netzbetreiber, gilt Ihre Solaranlage als genehmigt und kann angeschlossen werden.

    Erhalten Sie aber innerhalb eines Monats eine Rückmeldung, erhalten Sie einen Zeitplan darüber, in welchen Schritten das Netzanschlussbegehren bearbeitet wird. Es folgt eine achtwöchige Frist, in der der Netzbetreiber prüft, ob die PV-Anlage problemlos angeschlossen werden kann. Verstreicht die Frist, ohne dass Sie eine Rückmeldung erhalten, dürfen Sie Ihre PV-Anlage in Betrieb nehmen.

    Wie lange hat man Zeit, eine PV-Anlage beim Netzbetreiber anzumelden?

    Die Anmeldung muss unbedingt vor der Inbetriebnahme der PV-Anlage erfolgen. Ohne Genehmigung des Netzbetreibers darf die PV-Anlage nicht ans Netz gehen.

    PV-Anlage gesucht?


    PV-Anlage in der Bundesnetzagentur anmelden (Marktstammdatenregister)

    Screenshot des Marktstammregisters der Bundesnetzagentur
    Die PV-Anlage muss immer auch im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur angemeldet werden | © Screenshot / Bundesnetzagentur

    Nach der Anmeldung beim Netzbetreiber muss innerhalb eines Monats die PV-Anlage bei der Bundesnetzagentur angemeldet werden, genauer gesagt im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur. Diese Datenbank dient der Netzplanung und Kontrolle der Erneuerbaren Energien in Deutschland.

    Die Anmeldung erfolgt online auf der Website der Bundesnetzagentur. Betreiber müssen dort die technischen Daten ihrer Anlage eintragen, darunter Leistung, Standort und Art der Nutzung. Der gesamte Prozess ist kostenlos und nimmt nur wenige Minuten in Anspruch.

    Wenn Sie diese Registrierung versäumen, drohen Bußgelder und in manchen Fällen sogar der Verlust der Einspeisevergütung. Wir empfehlen daher, die Anmeldung so früh wie möglich zu erledigen.


    Solaranlage anmelden bei Finanzamt & Gewerbeamt: Steuerliche Aspekte

    Die meisten privaten Photovoltaikanlagen sind mittlerweile steuerfrei. Deshalb ist es in der Regel auch nicht nötig, die Solaranlage beim Finanzamt anzumelden.

    Wer mit einer PV-Anlage Strom verkauft, gilt zwar grundsätzlich als Gewerbetreibender, doch seit 2023 sind Betreiber von PV-Anlagen mit einer Leistung weniger als 30 kWp auch von der Gewerbesteuer befreit – davor galt die Höchstgrenze von 10 kWp.

    Grundsätzlich besteht die Pflicht, eine Photovoltaikanlage bei der Gemeinde oder Stadtverwaltung zu melden. In vielen Fällen führt diese Gewerbeanmeldung automatisch dazu, dass das Finanzamt über den neuen Betrieb informiert wird. Allerdings verzichten viele Kommunen wie bereits erwähnt auf eine Gewerbeanmeldung für kleinere Anlagen – insbesondere, wenn die installierte Solarzellenfläche 30 qm nicht übersteigt. Dadurch entfällt nicht nur die Gewerbeanmeldung, sondern früher auch die damit verbundene Pflicht zur Mitteilung an das Finanzamt.

    Seit der Steuerbefreiung für kleinere PV-Anlagen ab 2022 entfällt diese Mitteilungspflicht vollständig. Wer unsicher ist, sollte sich direkt bei der zuständigen Behörde oder dem Finanzamt erkundigen, ob eine Anmeldung erforderlich ist.

    PV-Anlage installieren & anmelden lassen


    Kosten für die Anmeldung einer PV-Anlage

    Hand, tippt auf Taschenrechner vor PV-Modulen
    Wie viel kostet es, die PV-Anlage anzumelden? | © freepik / freepik.com

    Die Anmeldung selbst ist in der Regel kostenlos. Weder der Netzbetreiber noch die Bundesnetzagentur oder das Finanzamt erheben Gebühren für die Registrierung. Dennoch können durch die notwendige Fachinstallation zusätzliche Kosten entstehen.

    Ein Elektrofachbetrieb verlangt für die Anmeldung beim Netzbetreiber häufig eine Pauschale von 50 bis 200 Euro, abhängig vom Aufwand und der Region. Falls ein neuer Stromzähler benötigt wird, können weitere Kosten entstehen.

    Im Bereich der Steuer kann es sich lohnen, einen Steuerberater zu kontaktieren, insbesondere wenn Unsicherheiten zur besten steuerlichen Lösung bestehen.


    Fazit: Anmeldung der Solaranlage nicht vergessen

    Die Anmeldung einer Photovoltaikanlage ist ein Pflichtschritt, den Betreiber nicht unterschätzen sollten. Wir fassen die wichtigsten Punkte noch einmal für Sie zusammen:

    ✅ Die Anmeldung beim Netzbetreiber muss vor der Inbetriebnahme erfolgen, sonst darf die Anlage nicht ans Netz.

    ✅ Die Registrierung im Marktstammdatenregister muss innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme erfolgen.

    ✅ Das Finanzamt muss bei größeren Anöagen informiert werden, wenn eine Einspeisevergütung oder steuerliche Vorteile in Anspruch genommen werden.

    Wer diese Schritte beachtet, sichert sich nicht nur die Einspeisevergütung, sondern vermeidet auch unnötige Strafen und bürokratische Probleme. Falls Sie Unterstützung benötigen, stehen Ihnen die Experten von Energieheld gerne zur Seite.

    Jetzt PV-Anlage anfragen!

    FAQ

    Welche Formulare werden für die Anmeldung der PV-Anlage benötigt?


    Was passiert, wenn ich meine PV-Anlage nicht anmelde?


    Kann ich meine PV-Anlage selbst anmelden?


    Wann sollte ich meine PV-Anlage anmelden?


    Zur Autorin: Nina Grimmeiß

    Nina Grimmeiß ist ausgebildete Redakteurin und studierte Kommunikationswissenschaftlerin. Seit 2023 bei Energieheld, begeistert sie sich dafür, Themen rund um erneuerbare Energien verständlich zu vermitteln. Ihr Engagement für Umweltschutz und Nachhaltigkeit sowie der enge Austausch mit Energieberatern und Sanierungsmanagern sind ein wichtiger Teil ihrer Arbeit. Hier gelangen Sie zu Ninas LinkedIn Profil.