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Infrarotheizung im Test: Ergebnisse, Kosten und Erfahrungen

Von Mike Kinder
Infrarotheizung mit Timer
Infrarotheizung mit Timer | © Tom Gowanlock / shutterstock.com

Sind Infrarotheizungen wirklich so praktisch, wie sie von deren Herstellern angepriesen werden? Oder sind sie ineffiziente Stromfresser, wie die Kritiker oft behaupten? 

Im Folgenden stellen wir Ihnen drei Tests zur Infrarotheizung vor: ein Interview zur persönlichen Erfahrung mit Infrarotheizungen sowie je einen Infrarotheizung-Test des Öko-TREFF Lichtental und der Technischen Universität Kaiserslautern. Dazu eine Bewertung der Verbraucherzentrale NRW zu Werbeversprechen von Herstellern und Verkäufern.

Kurz gesagt: Einen Vergleichstest einzelner Infrarotheizungen von Stiftung Warentest oder Öko-Test gibt es nicht – jeder „Testsieger“ stammt von Vergleichsportalen oder Händlern. Unabhängige Stellen wie Stiftung Warentest und Verbraucherzentrale bewerten die Technik einhellig: Als Hauptheizung ist die Infrarotheizung bei 37,8 Cent pro kWh Strom rund doppelt so teuer wie Gas und etwa 2,5-mal so teuer wie eine Wärmepumpe. Sinnvoll ist sie für selten genutzte Räume, als Zusatzheizung im Bad oder in sehr gut gedämmten Häusern mit eigener PV-Anlage.

Inhalt


    TU Kaiserslautern: Gasheizung vs. Infrarotheizung im Test

    Die Technische Universität Kaiserslautern hat unter der Leitung von Dr.-Ing. Peter Kosack ein Forschungsprojekt zur beispielhaften Vergleichsmessung zwischen Infrarotstrahlungsheizung und Gasheizung im Altbaubereich durchgeführt. Das Projekt fand in der Heizperiode 2008/2009 statt. Testobjekt war ein bewohnter Altbau mit zwei Wohnungen. Bei dem Test werden der prinzipielle Nutzen und die Tauglichkeit einer Infrarotheizung mittels einer Vergleichsmessung des Energie- und Energiekostenverbrauchs überprüft.

    Das Forschungsprojekt ergab: Infrarotheizungen sind theoretisch eine sinnvolle Alternative zu herkömmlichen Heizsystemen. Hierfür müssten allerdings einige Bedingungen erfüllt sein. Bei richtiger Anwendung ergeben sich Vorteile im Hinblick auf den Energieverbrauch, die Kosten und die CO2-Bilanz. Dies ist allerdings noch kein pauschales Kaufargument für Infrarotheizungen.

    Testleiter Kosack warnt, bei falschen Werbeaussagen aufzupassen. Dazu gehören Anbieter, die Infrarotstrahler bewerben, die angeblich mehr Strahlungsleistung abgeben als in Form elektrischer Leistung zugeführt wird. Ein solcher Infrarotstrahler wäre ein Perpetuum mobile (unendliche Energiequelle).

    Zudem behaupten viele Anbieter, dass die eigenen Produkte von der TU Kaiserslautern geprüft wurden – solche Aussagen sind allesamt falsch und sollen Kunden nur zu einem unüberlegten Kauf bewegen. 

    Interpretation der Ergebnisse

    Im Folgenden fassen wir für Sie die wichtigsten Ergebnisse zusammen. Die Ergebnisse wurden von Kosack hinsichtlich des Energieverbrauchs, der Kosten, der Nachhaltigkeit / Ökologie und medizinischer / Wellness-Aspekte unterteilt. Es muss jedoch ausdrücklich betont werden, wie gering die Aussagekraft solch kleiner Studien ist. Der Test ist auf theoretischer Ebene interessant, aber keine pauschale Kaufempfehlung für Infrarotheizungen.

    Heizung Vorteile Nachteile
    Gasheizung Günstige Heizkosten (12 Cent/kWh)* Höhere Anschaffungskosten
      Für gesamte Gebäude geeignet Höhere Transmissionswärmeverluste
      Bewährtes System  
      Kaum CO2-Emissionen  
         
    Infrarotheizung Schnelle Aufwärmung Sehr hohe Heizkosten (42 Cent)*
      Trockenere Luft (beugt Schimmel vor) Anschaffung für gesamtes Gebäude sehr teuer
      Endenergieverbrauch geringer als bei Gasheizung Hohe Emissionen bei Kohle- und Atomstrom

    *) Stand 2023 (3-Jahres-Mittel)

    EnergiepreiseInfrarot (pro m²)Gas (pro m²)
    2008/09 (Studie)15,14 €10,24 €
    2026 (BDEW)26,92 €24,42 €

    Ergebnisse hinsichtlich medizinischer und Wellness-Aspekte

    Kosack hat zu dem Thema keine explizite Untersuchung durchgeführt und bezieht sich deswegen auf spontane Aussagen der Testpersonen. Die Testpersonen betonen vor allem den fehlenden Heizungs- und Staubgeruch, warme Füße, frische (kühle) Luft und mollige Wärme.


    Öko-TREFF: Bewertungskriterien von Infrarotheizungen

    Öko-TREFF ist ein Ingenieurbüro für Umwelttechnik aus Lichtental. Sie haben in ihrem Test Bewertungskriterien aufgestellt, welche eine qualitativ hochwertige Infrarotheizung erfüllen sollte. Stellen Sie vor dem Kauf daher immer sicher, dass diese Kriterien erfüllt sind. Prüfen Sie besonders Aussagen von Verkäufern, die ungewöhnlich hohe Einsparungen gegenüber anderen Heizungen versprechen.

    Produkt-Eigenschaften Herstellung und Verkauf
    Kaum Elektrosmog (elektrische Feldstärke soll im Abstand von 30 cm unter 10 Volt pro Meter liegen) Faire Herstellungsbedingungen
    Keine Lösungsmittel (Klebstoffe) in der Beschichtung enthalten Wahrheitsgetreue Werbeaussagen
    Oberflächentemperatur nicht höher als 100 Grad Angepasstes Preisniveau (nicht überteuert)
    Gutes Verhältnis zwischen abgegebener Strahlungswärme und aufsteigender Konvektionswärme (je geringer die Konvektionswärme, desto geringer die Zirkulation von Luft, Staub etc.)  

    Gibt es einen Infrarotheizung-Test von Stiftung Warentest?

    Nein. Die Stiftung Warentest hat bis heute keine einzelnen Infrarotheizungen im Labor verglichen und deshalb auch keinen Testsieger gekürt. Im Dezember 2023 hat sie die Technik aber eingeordnet, unter dem Titel „Notlösung ohne Sparpotenzial“. Ihr Rechenbeispiel: Eine 100-m²-Wohnung braucht rund 8.000 Watt Infrarot-Heizleistung. Bei acht Stunden täglich in der kalten Jahreshälfte kommen 11.680 kWh Strom im Jahr zusammen. Mit aktuellen Energiepreisen ergibt das:

    Heizsystem (100 m²)Verbrauch pro JahrPreis pro kWhKosten pro Jahr
    Infrarotheizung11.680 kWh Strom37,8 ctca. 4.415 €
    Gasheizung16.000 kWh Gas13,0 ctca. 2.080 €
    Wärmepumpe (JAZ 3,5)4.570 kWh Strom37,8 ctca. 1.730 €

    Quellen: Stiftung Warentest 12/2023, BDEW 09/2026. Mehr zu den Kosten einer Infrarotheizung finden Sie hier. 

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    Infrarotheizung im Test: was sagt die Verbraucherzentrale?

    Eine weitere Quelle für seriöse, unabhängige Einschätzungen zum Thema Elektroheizung bzw. speziell Infrarotheizung sind die Verbraucherzentralen. Sie raten meist zu Achtsamkeit in Sachen Werbeversprechen und Stromverbrauch.

    Hilfreich für jeden, der sich für den Kauf einer Infrarotheizung interessiert: Die Verbraucherzentrale NRW hat im September 2020 zehn Werbeversprechen im Zusammenhang mit der Infrarotheizung untersucht und bewertet. Das Ergebnis haben wir nachfolgend kompakt aufbereitet.

    Werbeversprechen Bewertung
    Die Infrarotheizung ist eine saubere Alternative zu anderen Heizungen. Sehr stark abhängig von der Art des bezogenen Stroms. Wird normaler Strom bzw. Strom ohne Öko-Label bezogen, ist die Infrarotheizung entsprechend wenig „sauber".
    Infrarotheizungen sind besonders effizient. Wärmepumpen sind effizienter. Der Grund: Elektroheizungen wandeln Strom 1:1 in Wärme um. Eine Wärmepumpe arbeitet mit einem Verhältnis von 1:4 viermal effizienter.
    Eine Infrarotheizung ist günstig im Betrieb. Die Betriebskosten sind vergleichsweise hoch, auch wenn Wartungskosten, Gebühren für Schornsteinfeger etc. wegfallen. Beispielrechnungen von Herstellern und Verkäufern genau unter die Lupe nehmen!
    Eine Infrarotheizung ersetzt günstig die alte Nachtspeicherheizung! Wichtig in diesem Fall: Nachtstromtarif/Heizstromtarif kann i. d. R. nicht weiter genutzt werden (= höhere Stromkosten).
    Infrarotheizungen lassen sich einfach installieren und bedienen. Korrekt, sofern die Stromleitungen dafür ausgelegt sind. App-Bedienung und Smart-Home-Integration sind praktisch.
    Eine Infrarotheizung wärmt schnell den ganzen Raum auf. Abhängig vom Standort der Heizung und den Gegenständen im Raum bzw. der unmittelbaren Umgebung (Stärke der Infrarotstrahlen nimmt mit zunehmender Entfernung ab).
    Eine Infrarotheizung lässt sich gut mit einer Solaranlage kombinieren. Korrekt: Eine PV-Anlage liefert der Infrarotheizung „sauberen" Strom. Im Winter und bei bedecktem Himmel ist allerdings wieder viel Strom aus dem Netz nötig.
    Infrarot-Direktheizungen sind sehr sicher im Gebrauch. Korrekt, wenn ein zertifiziertes Produkt gekauft wird. Kinder im Haushalt aber auf die ggf. sehr hohe Oberflächentemperatur hinweisen!
    Infrarotheizungen sind schön und ich kann damit meinen Raum dekorieren. Prinzipiell korrekt, da Infrarotheizungen z. B. als versteckte Installationen, bedruckt als Bild oder zum Anbringen an die Decke erhältlich sind. Effizienz ist jedoch zu hinterfragen.
    Mit einer Infrarotheizung muss ich im Winter nicht durchheizen. Nicht falsch, aber kein Alleinstellungsmerkmal. Außerdem abhängig von Gebäudedämmung.

    Datenquelle: Verbraucherzentrale NRW e. V., 2020

    Insgesamt stellt die Verbraucherzentrale fest, dass eine Infrarotheizung nur in ganz bestimmten Fällen sinnvoll ist. Drei Kernaussagen:

    • „Heizen mit Strom über elektrische Direktheizungen ist in Deutschland eher teuer und deshalb sollten Sie sich sehr gut informieren.“

    • „Die Infrarotdirektheizung eignet sich im Bestand vor allem für Räume, die selten und für kurze Zeit genutzt werden oder in Räumen mit sehr niedrigem Heizbedarf und sehr gut sanierten Räumen.“

    • „Im Neubau lohnen sich Infrarotheizungen finanziell nicht. Die vermeintliche Einsparung durch den Verzicht auf einen Heizkeller und die Verlegung von zusätzlichen Leitungen wird schnell durch hohe Verbrauchskosten zunichtegemacht.“
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    Infrarotheizung Erfahrungen: Persönlicher Bericht

    Sandra aus Hannover
    Im Interview: Sandra aus Hannover | © Energieheld / energieheld.de

    Sandra aus Hannover hatte Ende 2014 die Gelegenheit, in einer Ferienwohnung mit Infrarotheizungen ein Wochenende zu verbringen. Aufgrund der Jahreszeit waren die Elektroheizungen quasi ständig eingeschaltet.

    Diese Infrarotheizungen sehen Sie auch hier in diesem Beitrag auf den Bildern. Wir von Energieheld haben Sandra einmal zu ihren Erfahrungen mit den Infrarotheizungen befragt.

    Bei einer Heizung geht es nicht nur um die Kosten, sondern auch um das persönliche Wohlbefinden. Ein persönlicher Erfahrungsbericht ist daher genauso wichtig wie die wissenschaftliche Berechnung der Gesamtkosten einer Infrarotheizung.

    ENERGIEHELD: Hallo Sandra, schön, dass du unsere Besucher an deinen Erfahrungen mit der Infrarotheizung teilhaben lässt. Fangen wir am besten direkt an. Kannst du uns kurz sagen, über was für Infrarotheizungen wir hier sprechen? Also wo waren sie montiert, wie groß waren sie in etwa und wie viele gab es in der Wohnung?

    SANDRA: Auf den ersten Blick sahen die Heizungen wie große, gerahmte Bilder aus. Entsprechend befanden sich die Heizungen dekorativ über z. B. Sofa und Esstisch. Im großen Wohn- und Esszimmer befanden sich zwei größere Infrarotheizungen, etwa 60 cm X 100 cm. In den kleineren Zimmern, wie Schlafzimmer und Flur, befand sich jeweils nur eine Heizung mit kleinerem Format, etwa 40 cm X 60 cm. Die kleinen Heizungen waren in den kleineren Zimmern aber völlig ausreichend.

    ENERGIEHELD: Infrarotheizungen haben keine installierten Thermostate, wie andere Heizkörper. Hier muss ein Extra-Thermostat gekauft werden. Dieses kleine Gerät misst die Raumtemperatur und ermöglicht die entsprechende Einstellung der Infrarotheizung. Wie lief die Regelung und Handhabung der Infrarotheizung bei euch ab? Kannst du uns kurz erläutern, wie das funktioniert hat?

    SANDRA: Genau, es befand sich ein Thermostat im Wohnzimmer und eins im Schlafzimmer, mit denen wir ganz gut die Temperatur regeln konnten. Die Temperatur konnte mit einem Rädchen auf den Grad genau eingestellt werden. Am ersten Tag sind wir öfters zum Thermostat gelaufen, um noch ein Grad mehr oder weniger nachzukorrigieren, um die für uns perfekte Temperatur erreichen zu können.

    ENERGIEHELD: Zur Wärmeverteilung durch die Infrarotheizung. Wurde die Wohnung angemessen schnell warm? Gab es kalte Ecken, etwa unter dem Tisch oder ähnliches?

    SANDRA: Ja, die Räume wurden schnell warm. Wie gerade schon beschrieben, konnte man schnell den Unterschied bemerken, wenn man ein paar Grad nach oben korrigiert hatte. Kalte Ecken sind mir nicht aufgefallen. Im Wohnzimmer befand sich die Infrarotheizung über dem Sofa, somit verteilte sich die Wärme schnell und es wurde angenehm warm im Rücken.

    ENERGIEHELD: Dein Fazit: Wie fandest du die Nutzung der Infrarotheizung? Was war besonders gut, hat dir etwas nicht gefallen?

    SANDRA: Gut fand ich, dass eine genaue Einstellung über das Thermostat möglich war und sich die Wärme dann wirklich schnell verteilte. Kalte Ecken konnte ich nicht feststellen. Weiterhin positiv war das Vorhandensein von zwei Thermostaten, da man im Schlafzimmer immer eine geringere Temperatur benötigte als im Wohnzimmer. In unserer Ferienwohnung waren die Infrarotheizungen schon fast dekoratives Highlight, da die Heizungen mit schönen (Wald-)Motiven bezogen waren. Somit waren die Heizungen gut in das Raumbild integriert und fielen nur positiv auf.

    ENERGIEHELD: Vielen, vielen Dank für deine Informationen Sandra.

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    Leistung und Stromkosten: Was kostet eine Infrarotheizung pro Stunde?

    LeistungRichtwert Raumgröße*Stromkosten pro Stunde Volllast
    300 W4–6 m²ca. 0,11 €
    500 W7–10 m²ca. 0,19 €
    700 W10–14 m²ca. 0,26 €
    1.000 W14–20 m²ca. 0,38 €

    *Gut bis mittel gedämmt, 37,8 ct/kWh. Darunter ein Satz: Kaufpreis meist wenige Hundert Euro, die Stromkosten überholen ihn nach wenigen Wintern.


    Wirtschaftlichkeit im Test: So teuer ist die Infrarotheizung

    In der Vergleichsmessung der TU Kaiserslautern (Heizperiode 2008/09) verbrauchte die Infrarotheizung 71,21 kWh pro Quadratmeter, die Gasheizung dagegen 187,85 kWh. Die Infrarotheizung braucht also deutlich weniger Energie. Weil Strom aber ein Vielfaches von Gas kostet, ist Heizen mit Gas trotzdem günstiger.

    EnergiepreiseInfrarotheizung pro m²Gasheizung pro m²
    2008/09 (Studie)15,14 € (21,26 ct/kWh)10,24 € (5,45 ct/kWh)
    202626,92 € (37,8 ct/kWh)24,42 € (13,0 ct/kWh)

    Preise 2026: BDEW-Durchschnitt für Haushalte, Stand September 2026.

    Mit heutigen Preisen ist der Abstand kleiner geworden: Für 100 m² Wohnfläche kostet die Infrarotheizung rund 2.690 Euro im Jahr, die Gasheizung rund 2.440 Euro.

    Das Ergebnis ist aber geschönt, denn die Studie lässt das Warmwasser außen vor. Eine Gasheizung erwärmt das Trinkwasser gleich mit. Wer nur mit Infrarot heizt, braucht dafür einen elektrischen Durchlauferhitzer oder Boiler und damit rund 1.000 kWh Strom pro Person und Jahr. Für einen Vier-Personen-Haushalt sind das etwa 1.500 Euro zusätzlich, mit Gas wären es nur rund 600 Euro. Rechnet man das Warmwasser ein, liegt die Infrarotheizung pro Jahr gut 1.000 Euro über der Gasheizung.

    CO2-Emission durch Strom am höchsten

    In Deutschland werden durch Strom durchschnittlich 522 Gramm CO2 pro kWh erzeugt, durch Ökostrom hingegen gar kein CO2. Gas wiederum produziert bei der Erzeugung von einer kWh ca. 220 Gramm und Heizöl 300 Gramm CO2. Wer mit Infrarotheizungen heizt und sich dies auch finanziell leisten kann, der sollte, zumindest aus ökologischer Sicht, 100-prozentigen Ökostrom beziehen. Dieser ist mittlerweile nicht mehr teurer als der konventionelle Strom. Eine Liste der besten Ökostrom-Anbieter finden Sie hier.

    Geringere Anschaffungs- und Betriebskosten – Lohnt es sich doch?

    Auch wenn die Heizkosten bei einer Infrarotheizung um einiges höher als bei anderen Heizsystemen sind, kann sich der Einsatz einer solchen Heizung unter Umständen lohnen. Der größte Vorteil der gegenüber anderen Heizungssystemen besteht ist, dass die Anschaffungskosten bis zu 70 Prozent geringer als bei anderen Heizungen ausfallen können und so bei der Anschaffung viel Geld gespart werden kann. Hinzu kommt der geringe Platzbedarf, da eine Infrarotheizung ohne großen Heizkessel auskommt und kein zusätzliches Brennstofflager benötigt wird.

    Des Weiteren ist es möglich, die Heizkosten zu reduzieren, etwa durch den Einsatz eines Thermostaten. Hier empfiehlt es sich, einzelne Räume mit einer individuellen Raumtemperatur zu beheizen. Ein Thermostat verhindert, dass diese eingestellte Temperatur nicht überschritten wird und kann so unnötige Heizkosten verhindern.

    Am sinnvollsten ist die Nutzung einer Infrarotheizung, wenn sie in einem gut gedämmten Neubau eingesetzt wird, bei dem es zu teuer wäre, andere Heizsysteme zu installieren. Sollte eine Photovoltaik-Anlage vorhanden sein, ist es außerdem möglich, eine Infrarotheizung mit dem aus der PV-Anlage gewonnenem Strom zu versorgen. Durch die Nutzung von Ökostrom ist eine Infrarotheizung dazu noch sehr umweltfreundlich.

    Mehr zu dem Thema Infrarotheizung können Sie in diesem Artikel lesen.

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    Quelle: © ZDF / youtube.com

    Dieser TV-Test sollte natürlich auch nicht einfach für bare Münze genommen werden. Trotzdem wird ein Einblick in übliche Probleme von Nutzern und die Geschäftspraktiken der Verkäufer gewährt.

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    Infrarotheizung Test: Unser Energieheld-Fazit

    Im Infrarotheizungs-Dschungel gibt es vieles zu beachten. Für Sie persönlich sollten bei großflächiger Anwendung vor allem die Kosten im Vordergrund stehen. Lassen Sie sich nicht von Werbeversprechen täuschen, sondern rechnen Sie einfach selbst einmal nach, ob sich der Kauf für Sie lohnt. Trauen Sie sich das nicht zu, dann wäre ein Gang zum Energieberater empfehlenswert. In kleinen Räumen, Wintergärten oder für das persönliche Wohlbefinden können sich Infrarotheizungen aber trotzdem bewähren.  


    FAQ

    Sind Infrarotheizungen eine saubere Alternative zu anderen Heizungen?


    Sind Infrarotheizungen besonders effizient?


    Sind Infrarotheizungen günstig im Betrieb?


    Lassen sich Infrarotheizungen leicht installieren und bedienen?


    Sind Infrarotheizungen sicher?


    Gibt es einen Infrarotheizung-Testsieger bei Stiftung Warentest?


    Hat Öko-Test Infrarotheizungen getestet?


    Wie viel Strom verbraucht eine Infrarotheizung?


    Lohnt sich eine Infrarotheizung als Hauptheizung?


    Welche Infrarotheizung ist die beste?



    Zum Autor: Mike Kinder

    Mike Kinder - Autor Energieheld

    Mike Kinder hat einen Master of Engineering im Bereich „Energieeffizientes und nachhaltiges Bauen“ und ist seit 2017 in der Bau- und Sanierungsbranche tätig. Als zertifizierter Energieeffizienz-Experte für Wohngebäude setzt er sich leidenschaftlich für innovative und nachhaltige Sanierungslösungen ein. 



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